Versicherungen

VERSICHERUNGS-INFO KRANKENVERSICHERUNG
Eine Krankenversicherung erstattet den Versicherten die Kosten (voll oder teilweise) für die Behandlung bei Erkrankungen und oft auch nach Unfällen. Ob die Folgekosten von Unfällen
von der Krankenversicherung oder einer speziellen Unfallversicherung übernommen werden, hängt von der jeweiligen Versicherungspolice ab. Die Mitgliedschaft in einer Krankenversicher-
ung ist obligatorisch seit der Inkrafttretung des Krankenversicherungsgesetzes KVG im Jahr 1996.

LEBENSVERSICHERUNG
Eine Lebensversicherung ist eine Individualversicherung, die das so genannte biometrische Risiko (Todesfall oder Langlebigkeit) der versicherten Person wirtschaftlich absichert. Lebensvers-
icherungen sind Personenversicherungen, da das versicherte Risiko direkt in der Person liegt. Im Lebensversicherungsvertrag wird eine Versicherungsleistung vereinbart, die im
vertraglich vereinbarten Versicherungsfall an den Versicherungsnehmer oder einen anderen Bezugsberechtigten ausgezahlt wird. Im Allgemeinen werden Lebensversicherungen als
Summenversicherung abgeschlossen, die Versicherungsleistung wird also im Versicherungsfall in Höhe einer vertraglich vereinbarten Versicherungssumme als Geldleistung erbracht. Die
Höhe des durch den Versicherungsfall tatsächlich entstandenen Schadens spielt dabei keine Rolle. Je nach vertraglicher Vereinbarung kann Tod während einer bestimmten Zeit
(Todesfallversicherung), Erleben eines bestimmten Zeitpunktes (Erlebensfallversicherung), der Eintritt schwerer Krankheiten, die Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit oder andere, direkt mit
dem menschlichen Leben zusammenhängende Gefahren als Versicherungsfall bestimmt sein und damit eine Leistung auslösen. Die Gemischte Lebensversicherung ermöglicht einen
gezielten, steuerlich begünstigten Vermögensaufbau mit dem Ziel, den Lebensstandard nach der Pensionierung zu sichern oder ein langfristiges Sparziel zu erreichen. Zudem bietet die
gemischte Lebensversicherung der Familie bzw. nahe stehenden Personen finanziellen Rückhalt bei Schicksalsschlägen wie Todesfall oder Erwerbsunfähigkeit.

HAUSRATVERSICHERUNG
Die Hausratversicherung bietet für Einrichtungs-, Gebrauchs- und Verbrauchsgegenstände eines Haushaltes (Hausrat) Versicherungsschutz gegen Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel,
Einbruchdiebstahl, Raub und Vandalismus. Ausserdem sind neben den reinen Sachschäden auch dabei entstehende Kosten wie zum Beispiel Aufräumungskosten, Schutzkosen und
Hotelkosten versichert. Zusätzlich sind diverse weitere Einschlüsse in den Vertrag möglich, wie zum Beispiel der Diebstahl von Fahrrädern oder die Abdeckung von Elementarschäden
und überspannungsschäden. Die Hausratversicherung ist eine Neuwertversicherung, d.h. der Versicherer ersetzt die Kosten, die entstehen, um Sachen der gleichen Art und Güte
in neuwertigem Zustand wieder zu beschaffen. Die Hausratversicherung wird auch als verbundene Hausratversicherung bezeichnet. Dies bedeutet, dass die einzelnen versicherten
Gefahren nur in Kombination abgeschlossen werden können und auch nur der gesamte Vertrag gekündigt werden kann. Im Gegensatz dazu ist es im Bereich der Industrieversicherung
nicht unüblich, nur einzelne Gefahren wie zum Beispiel Einbruchdiebstahl oder Leitungswasser zu versichern.

FAHRZEUGVERSICHERUNG
Fahrzeugversicherungen sind Kaskoversicherungen. Die Kaskoversicherung ist eine Versicherung gegen Schäden am Fahrzeug des Versicherten. Sie kommt für die Zerstörung, Beschädigung oder den Verlust des Fahrzeugs auf. Bei den Autoversicherungen unterscheidet man die Teilkasko- und die Vollkaskoversicherung. Teilkaskoversicherung Die Teilkaskoversicherung ist eine Versicherung, die Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt. Sie bietet einen zusätzlichen Schutz zur Haftpflichtversicherung. Durch eine Teilkaskoversicherung ist man in folgenden Fällen versichert: Brand oder Explosion Diebstahl inklusive Einbruchteilediebstahl oder Raub unmittelbare Einwirkung von Sturm, Hagel, Blitzschlag oder überschwemmung. Eingeschlossen sind Schäden, die dadurch verursacht werden, dass durch diese Naturgewalten Gegenstände auf oder gegen das Fahrzeug geworfen werden. Ausgeschlossen sind Schäden, die auf ein durch diese Naturgewalten veranlasstes Verhalten des Fahrers zur&u uml;ckzuführen sind. Zusammenstoss mit Haarwild, während das Fahrzeug in Bewegung ist. Glasbruchschäden Schäden der Verkabelung durch Kurzschluss (Schmorschäden) Marderbiss ohne Folgeschäden Bei den einzelnen Versicherungsunternehmen kann dieser Leistungskatalog teilweise modifiziert sein; so haben manche Versicherer den Begriff Haarwild um Pferde, Kühe, Schafe und Ziegen erweitert. Des Weiteren sind Einschränkungen wie alle Wirbeltiere oder Vögel geläufig. Allerdings bieten nur Versicherungen mit dem Wortlaut "Alle Tiere" einen umfassenden Schutz im Falle eines Unfalles mit Tieren. Durch die Vereinbarung einer Selbstbeteiligung (im Schadensfall bezahlt der Kunde einen Teil des Schadens selbst) ist der Versicherungsschutz zu niedrigeren Prämien erhältlich. Vollkaskoversicherung.

VOLLKASKOVERSICHERUNG
Die Vollkaskoversicherung ist eine freiwillige Zusatz-Versicherung zur Ergänzung der gesetzlich vorgeschriebenen Haftpflichtversicherung. Sie deckt nur Schäden ab, die am eigenen Kraftfahrzeug entstehen und schliesst in der Regel die Teilkaskoversicherung mit ein. Dabei handelt es sich rechtlich nicht um zwei eigenständige Vertragsteile. Die Selbstbeteiligung von Voll- und Teilkasko kann meist unabhängig voneinander gewählt werden, d.h. sie kann sich auch unterscheiden. Die Vollkaskoversicherung kann bei einigen Versicherern auch ohne Teilkaskoversicherung abgeschlossen werden. Die Leistungen der Teilkasko fallen dann weg, weil sie nicht im Versicherungsumfang enthalten sind. Meist wird der Vollkaskoschutz mit enthaltener Teilkasko angeboten und als Paket verkauft. Eine in der Vollkaskoversicherung enthaltene Teilkaskoversicherung kann positive Auswirkungen haben: In der Vollkaskoversicherung sind in Ergänzung zur Teilkaskoversicherung folgende Schäden versichert: Van dalismus: mutwillige Beschädigung des Kraftfahrzeuges durch Fremde Unfallschäden am eigenen Kraftfahrzeug (gilt auch für selbstverschuldete Unfälle)

STEUERN
Einkommenssteuer Die Einkommenssteuer in der Schweiz wird von natürlichen Personen erhoben und erfasst das ganze Einkommen. Grundsätzlich unterliegen alle wiederkehrenden und einmaligen Einkünfte der Einkommenssteuer. Es handelt sich um eine direkte Steuer. Die Steuer wird nach dem Bruttoprinzip erhoben. Die Regelungen zur Einkommenssteuer sind ein wesentlicher Teil des Steuerrechts der Schweiz. Es werden vier Einkünftekategorien unterschieden: Erwerbseinkommen Ertragseinkommen Ersatzeinkommen übriges Einkommen Durch Sondergesetze können Einkunftsbestandteile von der Einkommenssteuer freigestellt oder einer Sondersteuer unterstellt werden. Der Steuersatz wird durch Kantone und Gemeinden selbständig festgelegt, er kann sich daher an verschiedenen Orten erheblich unterscheiden. üblicherweise kommt ein progressiver Steuertarif zur Anwendung, Ehepaare werden in der Regel vergünstigt besteuert (etwa durch Vollsplittingtarif und Sozialabzüge wie Verheirateten abzug und Zweiverdienerabzug), es entsteht jedoch mithin ein finanzieller Nachteil gegenüber Unverheirateten (siehe Heiratsstrafe). Der für Ehegatten gültige Vollsplittingtarif wird nach einem entsprechenden Urteil des Bundesgerichts vom November 2005 auch auf Alleinerziehende angewandt, dafür entfällt seitdem der Freibetrag für Einelternfamilien. Es werden kantonale und direkte Bundessteuern erhoben. Die direkten Bundessteuern sind progressiv und haben einen Spitzensteuersatz von 11,5 % ab einem Einkommen von 843000 CHF für Verheiratete. Vermögenssteuer Die Vermögensteuer ist eine auf das Vermögen, d. h. das bewertbare Eigentum des Steuerpflichtigen erhobene Steuer. Sie zeichnet sich im Allgemeinen durch einen verhältnismässig niedrigen Steuersatz sowie den Verzicht auf Steuerprogression aus.